|
Die Obermosel ist der landschaftlich reizvolle ca. 45 km langen Flussabschnitt der Mosel vom deutsch-französisch-luxemburgischen Dreiländereck bei Perl bis zur Einmündung der Saar bei Konz kurz vor Trier. Die Obermosel bildet vom Dreiländereck bis zur Einmündung der Sauer die Grenze zwischen dem Saarland und Rheinland-Pfalz einerseits und Luxemburg andererseits. Quelle: wikipedia.de
Es gibt Gewässer, die zwar selten in den Schlagzeilen der Angelpresse auftauchen, aber dennoch ein beachtliches Räuber-Potential bieten. Die Mosel gehört dazu. Wenn Angler nach ihrer Meinung gefragt werden, welches das beste Zandergewässer in unseren Breiten sei, nennen die meisten den Rhein, einige den Main, die Elbe oder die Donau. Ein Fluss wird bei den Aufzählungen jedoch meistens vergessen, obwohl er mit Sicherheit zu den "Top Ten" gehört. Die Mosel. Zander: Anfang der 80er Jahre wurden die ersten Zander in die Mosel besetzt. Die Fische kamen mit den Lebensbedingungen optimal zurecht, was zur Folge hatte, dass der Bestand bis Mitte der 90er Jahre explodierte und der Stachelritter zum absoluten "Räuberhauptmann" wurde. Tagesfänge zwischen 10 und 20 Kammschuppen waren bei gutem Wasserstand realistisch. Petrijünger fingen nachweislich schon Fische bis 25 Pfund. Beste Köder für das Zanderfischen sind große Gummifische und Twister. Die bietet man in tiefen, ruhigen Flussabschnitten, entlang der Strömungskanten, an. Barsch: Neben Zandern lauern aber auch noch andere Räuber auf die Köder der Angler. Mit der feinen Spinnrute ist man erfolgreich auf Barsche. Die Stachelritter halten sich mit Vorliebe in Häfen oder in der Nähe der Moselbrücken auf. Mit Heißhunger nehmen sie kleine Twister und Gummifische um 5 cm in den Farben Rot, Grün und Perl. Hat man erst mal einen beißwütigen Schwarm erwischt, sind Serien von 20-50 Fischen drin. Die meisten der Raubritter wiegen um die 250 Gramm, es sind aber auch Kannibalen von bis zu 3 Pfund und etwa 45 cm Länge möglich. Rapfen: Ihm stellt man am besten direkt in der Hauptströmung, mit Spinnern und Blinkern in Rottönen sowie dem Rapfenblei nach. Ein Geheimtipp ist der schnell an der Oberfläche angebotene Streamer. Döbel: Dazwischen nimmt immer mal wieder ein fetter Döbel die Kunstköder. Aber auch mit Fischfetzen lassen sich Dickköpfe, die in Gewichten bis etwa 5 Pfund vorkommen, überlisten. Hecht: Obwohl die Mosel so gut wie keinen sich selbst vermehrenden Hechtbestand hat, geht zwar selten, aber doch mal ein einsamer Esox an den Haken. Ein gezieltes Befischen ist aber leider nicht möglich, da es sich wirklich um sehr wenige Einzel-Exemplare handelt. Beißt jedoch mal einer, ist es wahrscheinlich auch ein richtig Guter. Nie das Stahlvorfach vergessen. Dies kann generell zum Kunstköderfischen in der Mosel empfohlen werden, da der Fluss voll von Muschelbänken ist, welche die Schnur aufscheuern. Mit Stahl verhindert man das weitestgehend. Wels: Apropos Wegreißen: Beim Angeln mit dem toten Köderfisch hat es einigen armen Petrijüngern schon Tränen in die Augen getrieben angesichts der Tatsache, dass die Grundrute vom Angelständer gerissen wurde und auf Nimmerwiedersehen im Fluss verschwand. Um es auf den Punkt zu bringen: Es wurden schon Waller über 100 cm gefangen. Aale: Auch Aale bietet die Mosel. Bester Köder für den Ansitz auf die Schlängler ist der Tauwurm. Der wird mit einem recht schweren Grundblei dicht am Ufer angeboten. Auch kleine Köderfische oder Fetzenköder bringen Erfolg. Grundanglern seien Bleie von wenigstens 50 gr. empfohlen, da durch die vorbei fahrenden Frachtschiffe teils eine starke Sogwirkung entsteht, die die Montage einfach vom Angelplatz wegreißt. Text: DER RAUBFISCH, Ausg. 04/2000 Eine Besonderheit an der Grenzmosel zu Luxemburg: Hier ist kein Fischereischein erforderlich. Nur ein Erlaubnisschein ist vorgeschrieben (Tages-, Wochen- und Jahresschein). Ein besonderes Abkommen zwischen Deutschland und Luxemburg macht das möglich. Der Erlaubnisschein ist bei der Verbandsgemeindeverwaltung in Konz (Bürgerbüro) erhältlich. Ein Jahresschein kostet 15 €.
|